Ungleiche Vielfalt – Vielfalt der Kulturen

secanj“ALEKSA SANTIC” IN SECANJ
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Die Gemeinde Secanj
Sečanj (Сечањ) (ungarisch Szécsány, deutsch Setschan oder Petersheim) liegt in der Provinz Vojvodina in Serbien. Sie hat den Status einer Kreisstadt (vergleichbar einer Bezirkshauptstadt) und verwaltet ein Gebiet von ca. 16.300 EinwohnerInnen. Die Stadt liegt am Fluss Tamis (Temes). Wichtigster Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft.

Vor dem 2. Weltkrieg lebten in Sečanj fast ausschließlich Deutsche. Nach dem Krieg wurde die Bevölkerung von Partisanen vertrieben und die BewohnerInnen aus der Herzegowina und Serben aus dem Banat wieder angesiedelt.
Die Region ist wirtschaftlich nicht gut gestellt; die lokale Ökonomie spürt die Folgen der Wirtschaftskrise.

Schulsystem in Serbien
Im Jahre 2001 wurde in Serbien eine grundlegende Reform des Bildungssystems begonnen, durch die unter anderem die Dauer der Grundschule von acht auf neun Jahre verlängert wurde, die Lehrpläne komplett überarbeitet und modernisiert sowie die Anforderungen an die Lehrkräfte neu definiert wurden.
Nach dem seit 2003 geltenden Schulgesetz beginnt die Schulpflicht in Serbien mit dem 7. Lebensjahr. Ab diesem Alter beginnt die neunjährige Grundschule, die sich in jeweils dreijährige Phasen mit einem unterschiedlichen Anteil von Pflicht- und Wahlfächern gliedert. Danach haben die SchülerInnen die Möglichkeit, entweder für weitere vier Jahre das Gymnasium oder eine fachbezogene Mittelschule, die zwei bis vier Jahre dauert, zu besuchen, oder aber mit einer zwei- bis dreijährigen Berufsausbildung zu beginnen. Sowohl der Abschluss des Gymnasiums wie auch der Mittelschulen führen zur Hochschulreife.

Die Schule
Die Schule entspricht von Alter und Lehrinhalten her einem Verbund der österreichischen Volksschule mit der Hauptschule, sie wird von 6 – bis 15jährigen SchülerInnen besucht. Die Kooperation im Rahmen des Projektes erfolgt mit der 5. – 8. Schulstufe, um die Äquivalenz herzustellen. Mit der Schule sind fünf weitere Schulen im Umland verbunden: hier handelt es sich um Volksschulen, deren AbgängerInnen die Schule in Sečanj besuchen.
Die AbsolventInnen der Schule haben die Möglichkeit, das Gymnasium in Sečanj zu besuchen oder aber jenes im etwa 20 Kilometer entfernten Zrenjanin. Für viele Jugendliche ist dies aus sozialen Gründen aber nicht möglich; sie versuchen ins Berufsleben einzusteigen.

Sprachen
Die Schulpopulation setzt sich aus Angehörigen mehrerer ethnischer Gruppen zusammen. Viele SchülerInnen sprechen Ungarisch, Rumänisch oder Romanes als Muttersprache. In der Schule ist ausschließlich die Verwendung des Serbischen erlaubt, damit alle Kinder die Landessprache erwerben. Kinder von Roma-Familien besuchen dieselbe Schule wie Kinder aus serbischen Familien.
Links
• Schule Secanj

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