Unser Beginn – Beratung kann überall stattfinden

Im Herbst 2004 sind wir einander begegnet, Djurica Nikolic, der weitgereiste Rom, der Veränderungen will für „seine Leute“ und darüber hinaus für alle Armen und Unterdrückten, und Elisabeth Ettmann, die österreichische Sozialarbeiterin, die ständig nach Gerechtigkeit für Ausgeschlossene Suchende.

Nach einigen Gesprächen stand für uns fest, dass wir es wagen wollen, gemeinsam zu arbeiten. Ein großes Wagnis: bei aller Verschiedenheit der Herkunft, der sozialen Klasse, des Geschlechts, in dieser Verschiedenheit das Gemeinsame herauszuarbeiten. Das, was uns verband, war, dass wir denen „am Rand“ Zugänge zu Rechten und Ansprüchen des Sozial-und Gesundheitssystems schaffen wollten.

So begannen wir in der Wohnung, genauer gesagt in der Küche, der Familie Nikolic zu beraten. Durch den Brückenbauer Djurica Nikolic wurde es möglich, dass die Ratsuchenden aus der Roma Community wirklich offen über ihre Probleme und Bedürfnisse sprachen. Es war für die Menschen ein großes Erlebnis, dass eine „weiße Sozialarbeiterin“, die bei der Stadt Wien arbeitet, wie selbstverständlich neben einem Rom sitzt und sie miteinander kollegial umgehen.

Wir erklärten, welche Einrichtungen es gibt, wie man/frau sich dort anmeldet, dass es Rechtsansprüche gibt, dass gegen ablehnende Bescheide Berufungen oder Einsprüche gemacht werden können, wir füllten Formulare aus, Djurica übersetzte. Und diese Übersetzung war die große Leistung: in der Übersetzung wurde das Misstrauen besprochen, die Angst mitbearbeitet und Ermutigung vermittelt!

Der Zustrom war groß, die Anrufe bei Djurica mehrten sich, die Mundpropaganda verbreitete sich. Wir sahen uns in unserem Weg der „Hilfe zur Selbsthilfe“ und der Ermutigung bestätigt.

Ja- und dann gründeten wir 2006 den Verein Im.Ausland nach dem Motto:

DER WEG ENSTEHT BEIM GEHEN!

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